Wenn du in der Schweiz einen deutschsprachigen Vibe Coding Kurs suchst, bietet die Online-Akademie BUILT IN CLASS mit Vibe Coding Foundation einen Einstieg für Erwachsene ohne Programmiererfahrung, mit Preis in Schweizer Franken und schriftlicher Projektprüfung. Du baust darin mit Claude Code oder Codex eine Kontakt- und Follow-up-App und erhältst nach bestandener Prüfung ein privates Akademiezertifikat.
Dieser Beitrag zeigt dir, was im Kurs genau passiert, was du bezahlst, was das Zertifikat aussagt, wo deine Daten verarbeitet werden und für wen sich das lohnt.
Was eine Schweizer Online-Akademie hier anbietet
BUILT IN CLASS ist eine Online-Akademie der G6 Agency AG mit Sitz in Baar. Vibe Coding heisst: Software mit Unterstützung von KI entwickeln. Du schreibst also nicht jede Zeile selbst, sondern beschreibst einem KI-Agenten, was er bauen soll, und prüfst, ob das Ergebnis stimmt. Das Niveau Foundation steht für das angeleitete Umsetzen einer klar umrissenen Aufgabe.
Der Kurs läuft vollständig online und im eigenen Tempo. Es gibt keine festen Termine und keine Videos zum Mitschauen. Stattdessen arbeitest du in Missionen. Jede Mission hat:
- ein Ziel, zum Beispiel eine Detailansicht für einen Kontakt,
- eine Planzeit,
- Kriterien in Form von Tests,
- Hinweise in drei Stufen, falls du nicht weiterkommst.
Auf deinem eigenen Computer prüft ein Befehl, ob deine App die Kriterien erfüllt. Zählen tut aber die Prüfung auf dem Server der Akademie, die in einer abgeschotteten Umgebung ohne Netz läuft. Nebenbei führst du ein KI-Protokoll: Du hältst fest, was die KI beigetragen hat und was du selbst geändert hast. Das hilft dir später, deine Lösung zu erklären.
Kurssprache Deutsch: was Englisch bleibt
Anleitungen, Missionen und Prüfungsfragen sind auf Deutsch. Der Code selbst und viele Meldungen der Werkzeuge sind Englisch. Wenn beim Start der App eine Fehlermeldung im Terminal erscheint, steht sie also auf Englisch da.
Das ist weniger hinderlich, als es klingt. Du musst die Meldung nicht übersetzen können, um damit zu arbeiten. Oft genügt es, sie vollständig zu kopieren und deinem KI-Agenten zu geben, mit einer kurzen Beschreibung auf Deutsch, was du gerade versucht hast. Grundlegendes Leseverständnis für Englisch macht den Alltag im Kurs aber ruhiger.
Wie Vibe Coding Foundation aufgebaut ist
Das Praxisprojekt ist eine Kontakt- und Follow-up-App für eine kleine Firma, eine Art Lead-Liste mit Beispieldaten. Du baust sie Schritt für Schritt auf:
- Mission 0 (1 h): Computer, KI-Zugang und Starterprojekt einrichten, App starten. Diese Mission kannst du vorab frei lesen: Mission 0, Werkzeuge einrichten.
- Mission 1 (2 h): Aus einer Idee einen klaren Auftrag machen. Für wen ist die App, was soll sie können?
- Mission 2 (4 h): Die Oberfläche bauen, also Kontaktliste und Detailansicht.
- Mission 3 (5 h): Kontakte speichern, Eingaben prüfen, Statuswechsel und Filter ergänzen.
- Mission 4 (5 h): Die App mit einer simulierten Schnittstelle verbinden und üben, wie sie mit leeren Antworten, Fehlern und Wartezeiten umgeht.
- Mission 5 (4 h): Vorbereitete Fehler eingrenzen, beheben und grundlegende Zugriffsfälle prüfen.
- Mission 6 (4 h): Das Projekt so dokumentieren, dass andere die App starten und verstehen können.
- Mission 7, Transfer (3 h): Überfällige Follow-ups als CSV-Datei exportieren und die neue Funktion prüfen.
Zusammen mit der Prüfung ergibt das rund 30 Stunden Planzeit. Ein mögliches Tempo sind sechs Wochen mit etwa fünf Stunden pro Woche. Der Zugang läuft drei Monate, du hast also Spielraum, wenn eine Woche ausfällt. Alle Missionen mit Zielen findest du in der Kursübersicht.
Unterwegs sammelst du Abzeichen und Punkte: 12 Abzeichen, 1500 XP und 5 Level. Elf Abzeichen gibt es in den Missionen 1 bis 6, das zwölfte nach dem bestandenen Transfer.
Was kostet der Kurs in Franken?
Der Kurs mit Projektprüfung kostet CHF 199 einmalig inklusive MWST. Darin enthalten sind drei Monate Zugang, alle Missionen und Checks sowie ein Versuch der Projektprüfung mit Kompetenzbericht. Ein weiterer Prüfungsversuch kostet CHF 149 einmalig inklusive MWST. Details stehen bei Preis und Leistungen.
Wichtig für deine Planung: Du arbeitest mit Claude Code oder Codex über einen eigenen Zugang. Dessen Kosten kommen zum Kurspreis hinzu und sind nicht enthalten. Prüfe also vor dem Start, welchen Zugang du nutzen willst.
Für Teams gibt es Plätze auf Rechnung und auf Anfrage eine gemeinsame Kursgruppe mit abgestimmtem Prüfungsfenster. Mehr dazu im Angebot für Unternehmen.
Zertifikat und Prüfung: was der Nachweis aussagt
Die Prüfung ist schriftlich und vollständig online, ohne Gespräch und ohne Termin. Du kannst sie starten, wenn Mission 6 serverseitig bestanden ist, dein vollständiger Name im Profil steht und du einen Prüfungsversuch zur Verfügung hast. Mit dem Start wird dein Projektstand eingefroren.
Danach hast du 14 Tage Zeit für sechs Fragen: fünf zu deinem eigenen Projekt und eine Transferfrage. Jede Antwort umfasst 300 bis 3000 Zeichen, und du kannst zwischenspeichern. Eine Frage könnte etwa darauf zielen, wie deine App reagiert, wenn die Schnittstelle nicht antwortet, und warum du das so gelöst hast.
Bewertet wird nach einer Rubrik mit 100 Punkten, die du vorab einsehen kannst: Prüfungsrubrik. Eine KI (Claude von Anthropic) bereitet die Bewertung vor. Eine Prüfperson prüft deine Antworten, deinen Code und diesen Vorschlag, setzt die Punkte und gibt das Ergebnis frei, mit dem Ziel innerhalb von fünf Arbeitstagen. Die KI entscheidet nichts. Den vollständigen Ablauf der Prüfung kannst du vorher nachlesen.
Geprüft werden vier Fähigkeiten:
- eine Arbeitsaufgabe in überprüfbare Teilschritte zerlegen und als Akzeptanzfälle beschreiben,
- eine einfache Anwendung mit einem KI-Agenten erstellen und nachvollziehbar verändern,
- Fehlfälle, Datenprüfung, Zugriff und Geheimnisse testen und absichern,
- die eigene Lösung erklären, ihre Grenzen benennen und auf eine neue Anforderung übertragen.
Nach bestandener Prüfung erhältst du ein privates Akademiezertifikat von BUILT IN CLASS. Es nennt Programmstufe, geprüfte Fähigkeiten und Datum. Über einen Prüflink lassen sich Programm, Version, Datum und Status nachvollziehen. Es ist kein staatlicher Abschluss, und es gibt keine Ausweisprüfung: Der Nachweis bezieht sich auf die Arbeit, die unter deinem Konto eingereicht wurde.
Wo werden deine Daten verarbeitet?
Die Server der Akademie stehen in der EU. Abgaben werden isoliert geprüft und auf Anfrage gelöscht. Für die Vorbewertung in der Prüfung gehen deine Antworten und Auszüge aus deinem Projekt an Anthropic in den USA. Das solltest du wissen, bevor du Antworten schreibst.
Das Lernprojekt selbst speichert Daten im Browser und arbeitet mit Beispieldaten. Es ist kein Produkt für echte Firmendaten. Trage also keine echten Kundenkontakte in die Kontaktliste ein. Eine eigene Firmenanwendung ist nicht Teil des Kurses.
Für wen sich der Kurs lohnt
Der Kurs passt gut zu dir, wenn diese Punkte zutreffen:
- Du bist mindestens 18 Jahre alt und hast keine oder kaum Programmiererfahrung.
- Du willst verstehen, wie eine Anwendung entsteht, statt nur ein fertiges Ergebnis zu bekommen.
- Du arbeitest gern selbstständig und ohne feste Termine.
- Du hast einen Laptop oder Desktop mit Windows, macOS oder Linux und darfst darauf Programme installieren.
- Du bist bereit, Node.js ab Version 20 und Git einzurichten.
- Du kannst rund 30 Stunden innerhalb von drei Monaten einplanen.
Eher nicht passend ist der Kurs, wenn du eine fertige Lösung für echte Firmendaten suchst, ein staatlich anerkanntes Diplom brauchst oder lieber in einer Live-Klasse mit Videos lernst. Auch wer bereits regelmässig programmiert, findet auf dem Niveau Foundation vor allem Bekanntes.
Für kleine Teams kann der gemeinsame Einstieg sinnvoll sein, wenn mehrere Personen dieselbe Arbeitsweise mit KI-Agenten lernen sollen: Aufgaben klar beschreiben, Ergebnisse testen, Grenzen benennen.