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Codex oder Claude Code: Welcher KI-Agent für Einsteiger?

Claude Code und Codex eignen sich beide für eine erste App. Wie du nach Konto, Betriebssystem und Arbeitsweise entscheidest und warum der Kurs beide zulässt.

Ein Laptop auf einem Schreibtisch zeigt ein Projektfenster, in dem ein KI-Agent an einer Kontaktliste arbeitet.

Für eine erste eigene Anwendung eignen sich Claude Code und Codex beide, und für Einsteiger sind die Gemeinsamkeiten wichtiger als die Unterschiede. Entscheide nach drei praktischen Fragen: Hast du schon ein Konto bei einem der Anbieter, läuft das Werkzeug auf deinem Computer, und welche Arbeitsweise liegt dir?

Dieser Beitrag zeigt, wie du diese Fragen beantwortest und warum der Kurs Vibe Coding Foundation beide Agenten zulässt. Einen Funktionsvergleich findest du hier bewusst nicht. Beide Werkzeuge werden laufend weiterentwickelt, und was heute in einer Vergleichstabelle steht, kann in ein paar Monaten anders aussehen.

Was Claude Code und Codex für Einsteiger gemeinsam haben

Beide sind KI-Agenten. Du beschreibst eine Aufgabe in normaler Sprache, der Agent schlägt Code vor oder ändert Dateien in deinem Projekt, und du prüfst das Ergebnis. Genau das meint Vibe Coding: Software mit Unterstützung von KI entwickeln.

Wer keine Programmiererfahrung hat, stösst bei beiden Werkzeugen auf dieselben Hürden:

  • Unklare Aufträge führen zu unklaren Ergebnissen. "Mach die App besser" liefert irgendetwas. "Zeige in der Kontaktliste nur Kontakte mit dem Status offen" liefert etwas, das du überprüfen kannst.
  • Der Agent kann sich irren. Er schreibt Code, der auf den ersten Blick läuft, aber eine leere Eingabe nicht abfängt oder einen Statuswechsel falsch speichert.
  • Englisch gehört dazu. Code und viele Werkzeugmeldungen sind Englisch, egal welchen Agenten du nutzt.
  • Du bleibst verantwortlich. Was in deinem Projekt landet, musst du am Ende erklären können.

Ob deine erste App gelingt, hängt deshalb vor allem davon ab, wie du Aufgaben formulierst und Ergebnisse prüfst. Das Werkzeug ist der kleinere Teil der Gleichung.

Worauf es bei der Wahl ankommt

Hast du schon ein Konto bei einem Anbieter?

Das ist oft die einfachste Entscheidung. Ein Konto, das du bereits nutzt, bedeutet eine Anmeldung weniger, eine Abrechnung weniger und eine Umgebung, die dir vertraut ist. Welche Kontoarten den Zugang zum jeweiligen Agenten enthalten und zu welchen Bedingungen, legt der Anbieter fest. Diese Bedingungen ändern sich, darum prüfst du sie am besten direkt beim Anbieter, bevor du startest.

Wenn du für deine Arbeit lernst, frag zuerst intern nach. Manche Firmen haben bereits einen der beiden Agenten im Einsatz oder Regeln dazu, welche KI-Werkzeuge erlaubt sind. Dann ist die Wahl schnell getroffen.

Läuft das Werkzeug auf deinem Computer?

Für den Kurs brauchst du einen Laptop oder Desktop mit Windows, macOS oder Linux. Ein Tablet reicht nicht. Dazu kommen Node.js ab Version 20, Git und die Erlaubnis, Programme zu installieren. Gerade der letzte Punkt wird bei Firmenlaptops gern übersehen.

Ob und wie Claude Code oder Codex auf deinem Betriebssystem läuft, beschreibt der jeweilige Anbieter in seiner Anleitung. Lies dort nach, bevor du dich festlegst. Wenn die Installation bei einem Werkzeug auf deinem Gerät umständlich wirkt, ist das ein guter Grund, das andere zu nehmen.

Welche Arbeitsweise liegt dir?

Hier gibt es kein richtig oder falsch, nur unterschiedliche Vorlieben. Manche Menschen geben lieber kleine Aufträge und prüfen jeden Schritt einzeln. Andere beschreiben gern eine grössere Aufgabe und schauen danach, was entstanden ist. Für Einsteiger sind kleine Schritte meist ruhiger, mit beiden Werkzeugen.

Wenn du Zugang zu beiden hast, gib ihnen denselben kleinen Auftrag, zum Beispiel: "Ergänze bei jedem Kontakt ein Feld für das nächste Follow-up-Datum." Achte danach auf drei Dinge: Verstehst du die Antwort? Kannst du nachvollziehen, welche Dateien geändert wurden? Fällt es dir leicht, nachzufragen, wenn etwas unklar ist? Das Werkzeug, bei dem du diese Fragen eher mit Ja beantwortest, passt besser zu dir.

Checkliste vor der Entscheidung

  • Ich weiss, ob ich bei einem der Anbieter schon ein Konto habe.
  • Ich habe die aktuellen Bedingungen für den Zugang beim Anbieter nachgelesen.
  • Mein Betriebssystem wird laut Anleitung des Anbieters unterstützt.
  • Ich darf auf meinem Computer Programme installieren.
  • Node.js ab Version 20 und Git sind installiert oder ich weiss, wie ich sie installiere.
  • Falls ich für die Firma lerne: Ich habe geklärt, welches Werkzeug dort erlaubt ist.

Was bei der Wahl weniger zählt, als es scheint

Im Netz findest du Ranglisten, Vergleichstabellen und Forenbeiträge, die das eine oder andere Werkzeug klar vorne sehen. Für deine Entscheidung helfen sie wenig. Viele dieser Vergleiche beziehen sich auf erfahrene Entwicklerinnen und Entwickler mit grossen Projekten, und sie veralten schnell.

Eine Kontakt- und Follow-up-App mit Liste, Detailansicht, Filter und Statuswechseln ist eine klar umrissene Aufgabe. Dafür brauchst du kein Werkzeug, das in einem Spezialtest gewonnen hat. Du brauchst eines, das bei dir zuverlässig läuft und mit dem du gern arbeitest.

Warum der Kurs beide Agenten zulässt

Die Fähigkeiten, die das Programm nachweist, hängen an keinem bestimmten Werkzeug. Du lernst, eine Arbeitsaufgabe in überprüfbare Teilschritte zu zerlegen und als Akzeptanzfälle zu beschreiben. Du erstellst eine einfache Anwendung mit einem KI-Agenten und veränderst sie nachvollziehbar. Du testest Fehlfälle, Datenprüfung, Zugriff und Geheimnisse. Und du erklärst deine Lösung, benennst ihre Grenzen und überträgst sie auf eine neue Anforderung.

Geprüft wird das Ergebnis, nicht der Weg dorthin. Jede Mission hat Kriterien in Form von Tests. Auf deinem Computer prüft ein Befehl diese Kriterien, zählen tut aber die Prüfung auf dem Server der Akademie, in einer abgeschotteten Umgebung ohne Netz. Die Tests schauen, ob deine App eine ungültige Eingabe ablehnt oder auf eine leere Antwort der simulierten Schnittstelle sinnvoll reagiert. Welcher Agent den Code geschrieben hat, spielt dabei keine Rolle.

Damit trotzdem sichtbar bleibt, was von dir stammt, führst du ein KI-Protokoll: Was hat die KI beigetragen, was hast du selbst geändert? Auch die schriftliche Projektprüfung fragt nach deinem Projekt und deinen Entscheidungen, nicht nach Eigenheiten eines Werkzeugs. Wie sie abläuft, steht unter Ablauf und Regeln der Prüfung, die Punkteverteilung findest du in der Prüfungsrubrik.

So begleitet dich Vibe Coding Foundation beim Einstieg

Der Kurs beginnt mit Mission 0, die rund eine Stunde dauert. Dort bereitest du deinen Computer, deinen KI-Zugang und das Starterprojekt vor und startest die App zum ersten Mal. Die Mission ist frei lesbar: Unter Mission 0: Werkzeuge einrichten siehst du schon vor dem Kauf, was auf dich zukommt. Danach baust du die App Schritt für Schritt aus, von der Kontaktliste über die simulierte Schnittstelle bis zum Datenexport überfälliger Follow-ups als CSV-Datei. Alle Missionen mit Planzeiten stehen in der Kursübersicht.

Insgesamt rechnest du mit rund 30 Stunden, zum Beispiel sechs Wochen mit etwa fünf Stunden pro Woche. Du lernst online und im eigenen Tempo, ohne feste Termine. Wenn du festhängst, helfen Hinweise in drei Stufen weiter.

Kurs und Projektprüfung kosten CHF 199 einmalig inklusive MWST, mit drei Monaten Zugang und einem Prüfungsversuch. Den Zugang zu Claude Code oder Codex bringst du selbst mit, seine Kosten kommen zum Kurspreis hinzu. Details zu den Leistungen findest du unter Preis und Leistungen.

Kannst du das Werkzeug später wechseln?

Dein Projekt ist ein Ordner mit Dateien, deren Verlauf Git festhält. Ein Wechsel des Agenten bedeutet deshalb keinen Neustart. Das neue Werkzeug arbeitet an denselben Dateien weiter, und die Tests prüfen weiterhin dasselbe Verhalten.

Für Einsteiger ist es trotzdem ruhiger, während des Kurses bei einem Werkzeug zu bleiben. Jeder Wechsel bringt eine neue Installation, neue Meldungen und eine neue Gewöhnung mit sich, und das lenkt vom eigentlichen Lernen ab. Wenn du doch wechselst, halte es im KI-Protokoll fest. So kannst du später erklären, welcher Teil deiner App mit welchem Agenten entstanden ist.

Häufige Fragen

Brauche ich für den Kurs beide Werkzeuge?

Nein. Ein eigener Zugang zu Claude Code oder zu Codex reicht. Du wählst eines der beiden Werkzeuge und arbeitest damit durch alle Missionen.

Kann ich den Kurs mit einem Tablet machen?

Nein. Du brauchst einen Laptop oder Desktop mit Windows, macOS oder Linux und die Erlaubnis, Programme wie Node.js ab Version 20 und Git zu installieren.

In welcher Sprache läuft der Kurs?

Die Kurssprache ist Deutsch. Code und viele Meldungen der Werkzeuge sind Englisch, unabhängig davon, ob du Claude Code oder Codex nutzt.

Brauche ich Programmiererfahrung, um mit einem KI-Agenten zu starten?

Nein. Der Kurs richtet sich an Erwachsene ohne Programmiererfahrung. Wichtiger als Vorwissen ist, Aufgaben klar zu beschreiben und Ergebnisse sorgfältig zu prüfen.

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